Die Geschichte einer Klientin mit Emetophobie

Anmeldung im Januar 2014

guten tag herr ricklin

ich bin 40 jahre alt, habe zwei kinder bin vom kindsvater ( nach 20 gemeinsamen jahren ) geschieden, aber seit knapp 4 jahren wieder in festen Händen und seit kurzem verlobt.

seit gut 25 jahren quäle ich mich mit ängsten durchs leben. meine grösste angst ist, dass ich erbrechen muss ( emetophobie ). warum und wieso…. keine ahnung! das einzige was bei verschiedenen therapien zum vorschein kam war ein vorfall mit ca 3 jahren. meine eltern gingen abends ins nachbarhaus zu meinen grosseltern im wissen, dass ich ja schlafen würde. leider erwachte ich und habe anscheinend den halben wohnblock zusammengeschrien weil ich meine eltern nicht fand. von da an hätte ich über ein jahr nicht mehr in meinem bett geschlafen und sei auch in der kindheit immer ängstlich gewesen. ging nie zu jemandem in die ferien und auch schullager waren die hölle.

 ich habe in dieser zeit unzählige therapien gemacht. gesprächstherapien, verhaltenstherapien, autogenes training, mentaltraining, irgendwelche gurus welche heilen können, irgendwelche ablöslungsgebete da die ängste anscheinend aus einem früheren leben kämen… manches hat kurze zeit besserung gebracht, aber keine therapie konnte mir die angst vor dem erbrechen völlig nehmen. ich habe gelernt mit panikattacken um zu gehen. ständig bin ich auf der suche nach ausreden damit ich nicht weg muss. mein ganzes leben wird von dieser angst beherrscht und im moment bin ich an einem punkt wo ich einfach nicht mehr so weitermachen will. die ständige unruhe in mir macht mir immer mehr angst. jahrelang nahm ich psychopharmaka. mein letzter psychiater hat diese aber abgesetzt mit mir und mich ohne medi therapiert. das war auch die erste therapie bei der ich ziemlich weiter kam. er machte mentaltraining mit mir und ich lernte mich endlich zu  entspannen. vor 3 jahren ging es mir ziemlich gut, obwohl die angst immer noch da war. der therapeut sah nur noch den einen weg mir die angst vor dem erbrechen zu nehmen: konfrontationstherapie. er wollte mir ein medikament geben, damit ich erbrechen MUSS! für mich war das so der horror, dass ich mit der therapie aufhörte.

schleichend ist es wieder schlechter geworden. ich versuche mich immer wieder der angst zu stellen, aber wenn sie kommt ist es wie wenn jemand einen schalter drückt und meinen verstand ausschaltet… :-( meine hausärztin wollte mir schon im herbst wieder psychopharmaka geben, aber ich möchte das einfach nicht mehr. im moment weiss ich aber nicht wie lange es noch geht ohne…
ich möchte soooo gerne endlich mein leben leben können ohne ständig angst zu haben. irgendwohin (kino, hallenbad, konzert, einfach was jeder halt so macht) geht einfach nicht ohne dass mir kotzübel ist. einkaufen im migros oder so geht einfach morgens wenn ich noch nichts gegessen habe. auswärts kann ich nicht essen. mittlerweilen habe ich auch zu hause mühe zu essen. und wenn ich gegessen habe ist mir übel und der tag ist gelaufen. im juni 13 und sept 13 habe ich alles untersuchen lassen, magen- und darmspiegelung, alles in bester ordnung. anscheinend einfach das reizdarmsyndrom.

von hypnose habe ich schon früher mal gehört aber mich nicht weiter informiert. somit hatte ich auch ein falsches bild davon. ich habe extrem mühe die kontrolle ab zu geben, das löst bei mir panik aus, und hypnose bedeutete für mich dass ich keine kontrolle mehr habe. nun habe ich aber viel darüber gelesen, bin über die puls sendung auf sie gestossen und habe ihre hp studiert.

über die festtage habe ich mir intensiv gedanken gemacht wie es weiter gehen soll. habe auch viel mit meinem partner darüber gesprochen. er unterstützt mich sowieso wo er nur kann! nach all den therapien welche schlussendlich die angst doch nicht besiegen konnten habe ich halt auch ein bisschen den mut verloren ob es überhaupt etwas gibt was mir helfen kann… ich versuche mir die letzten tage immer vorzustellen wie es wäre wenn ich jetzt einfach sagen könnte: schatz komm, wir gehen heute zusammen ins kino! und dann könnten wir gehen ohne dass mir übel ist, ohne dass mein kopf dauernd denkt: was ist jetzt wenn mir übel wird, was mache ich wenn ich erbrechen muss??? ganz ehrlich herr ricklin, ich kann mir überhaupt nicht vorstellen dass diese angst plötzlich weg sein könnte! aber ich wünsche es mir soooooo fest!!!!!

mein partner ist privatpilot und somit seeeehr viel in der luft! ich würde so gerne mitfliegen, habe es auch 3x versucht…ich habe weder angst dass wir abstürzen noch sonst etwas….aber ich habe panische angst dass ich erbrechen muss und er ja dann nicht einfach anhalten kann wie mit dem auto damit ich aussteigen kann :-(

im mai heiratet mein bruder und es wäre soooo schön wenn ich einmal in meinem leben einen anlass geniessen könnte!

sehr gerne würde ich mit ihnen per tel oder mail darüber sprechen wie SIE das ganze sehen. ob sie überhaupt eine chance sehen so tief verankerte ängste mit hypnose zu behandeln…

im moment bin ich wahnsinnig aufgeregt und gespannt auf ihre antwort, weil mir das ganze doch wieder einen kleinen hoffnungsschimmer gibt, irgendwann doch noch OHNE meine angst durchs leben gehen zu können!!

mit hoffnungsvollen grüssen,

Telefongespräch

Guten Abend Herr Ricklin
herzlichen Dank für Ihren Anruf heute Abend! Gerne komme ich am Samstag, 01. Feb. 14 um 10.00 zu Ihnen nach Bad Zurzach! Ich bin wahnsinnig aufgeregt, Angst und Freude kreuzen sich im Moment. Es wäre sooo schön, wenn ich endlich ein normales Leben führen könnte! Ich freue mich drauf!
Herzliche Grüsse,

1. und 2. Sitzung 2014

ich habe immer noch mühe damit weg zu gehen und angst dass mir übel wird. dann gibt es tage da habe ich einfach eine angst in mir und fühle mich gar nicht gut. meine hausärztin wollte mir in der zwischenzeit ein antidepressiva verschreiben,aber ich will das nicht!
freue mich auf den termin!

Rückmeldung in Facebook Juni 2021!

Was lange währt….8 Jahr isches här, woni bim Ricklin Hanspeter zum 2. Mau ir Hypnose bi gsi, wäg Ängst und Panikattackene woni ha gha. När hetsech mis Läbe drastisch zum Guete gänderet! Eifach ds Flüge… da hani mi inner Souhung nid chönne überwinde. Ds gross isch d Angscht gsi, dassi wie bi de 3 Versüech woni VOR dr Hypnose gmacht ha, wieder ine Panikattacke gheie. Immer wieder hanis usegstüdelet, obwoui miner Ängst praktisch völlig im Griff ha sit de 2 Sitzige bim Hanspeter. Hüt hani aue mi Muet zäme gno und dä Schritt gwagt! Die erste paar Minute si ä innerleche Kampf gsi u när…. zack isches gange 🥳😍 ä ganzi Stung simer ir Luft gsi und äs isch würklech schön gsi!! Merci Schatz, hesch du mir die Zyt gla ( ok, 8 Jahr isch uhuuuueeeeere lang 🤦‍♀️ ) und mir nie Druck gmacht! Du kennsch mi gnue guet u hesch gwüsst, wes für mi stimmt, de chumeni de scho 😉 Äs isch ä wunderschöne Flug gsi mit dir 🥰 Liebe di ganz fescht

Ergänzungen von HP. Ricklin:

Nach der ersten Sitzung ging es der Klienten etwas besser. Nach der zweiten Sitzung ging es ihr extrem viel besser. Aber den Test mit fliegen hat Sie leider erst 8 Jahre später gewagt und bestanden. Mein Ziel in einer Sitzung das oder die Probleme zu lösen habe ich immer. Aber manchmal braucht es leider etwas mehr. Darum ist es wichtig nach ca. 14 Tage nach der Sitzung noch einmal mit mir zu besprechen wie und ob wir weitermachen sollen. Was hat die Problemlösung verhindert? Habe ich als Therapeut etwas nicht richtig verstanden? Bin ich der falsche Therapeut? Hypnose ist eine Kurzzeittherapie. Daher sollten 1-3 Sitzungen im Normalfall die Probleme lösen. Sollte Ihnen ein Hypnosetherapeut mehrere Sitzungen verkaufen wollen, machen Sie einen grossen Bogen.

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