Zwangsstörung, Zwangserkrankung

Es gibt unzählige Krankheitsbilder, welchen eine Zwangsstörung zugrunde liegt. Dies können Zwangshandlungen, Zwangsgedanken, eine zwanghafte Persönlichkeit oder auch Zwangsneurosen sein.

Zwangshandlungen

Zu den häufigsten Zwangsstörungen zählen Zwangshandlungen. Egal ob es sich um einen Kontroll- oder Berührungszwang handelt, diese Störungen haben massive Auswirkungen im Alltag. Das soziale Umfeld und auch die Angehörigen tun sich meist sehr schwer im Umgang mit dieser Krankheit, die sich nahezu unbemerkt entwickelt. Diese Störungen beziehungsweise Ängste, denn nichts anderes sind Zwangsstörungen, beeinflussen und belasten das Zusammenleben mit Betroffenen meist stark.
Doch auch der Alltag der Erkrankten kann sich stark verändern, bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. Etwa ein bis drei Prozent aller Menschen sind davon betroffen.

Die meisten Zwangsstörungen basieren auf folgenden Zwangshandlungen:

– Reinlichkeitszwang: Waschzwang, sich oder etwas zu reinigen
– Kontrollzwang: ständiges Überprüfen von bestimmten Dingen, wie beispielsweise Herdplatten, Türschlösser, Gashahn, Wasserhahn, Fenster, wichtige Papiere etc.
– Ordnungszwang: Betroffene versuchen Alltagsgegenstände in einer bestimmten Ordnung oder Symmetrie anzuordnen, Dinge wie Bücher, Ordner, Stifte, Wäsche oder Nahrungsmittel
– Berührzwang: meist fassen Betroffene Dinge an (oder auch nicht), manchmal auch häufiger, denn oftmals ist der Berührzwang mit dem Ordnungs- oder Zählzwang verbunden
– Zählzwang: Dinge oder Tätigkeiten im Alltag zu zählen, eine sehr komplexe Zwangshandlung
– verbaler Zwang: Ausdrücke, Sätze oder Melodien werden immer wieder wiederholt
– Haare ausreissen: Betroffene reissen sich in bestimmten Situationen, beispielsweise bei Stress, Haare aus
– Sammelzwang: Dinge sammeln, bis die Wohnung oder der Arbeitsplatz nur noch eingeschränkt zu nutzen ist
– und viele mehr

Allerdings gilt es zu unterscheiden: Nicht bei jedem Kontrollieren der Herdplatten oder der Türschlösser handelt es sich um eine zwanghafte Störung. Eine Störung liegt dann vor:
– wenn die Wahrscheinlichkeit stark überschätzt wird
– wenn die Gefahr sehr stark überschätzt wird
– wenn eine Tätigkeit öfter als zweimal wiederholt wird
– wenn der Betroffene in eine Art „Endlosschleife“ gerät und aufgrund der ständigen Kontrolle der Herdplatten die Wohnung nicht mehr verlassen kann

Wer stellt die Diagnose?
Ihr Arzt!

Kann die Hypnosetherapie helfen?
Das kann ich aufgrund meiner Erfahrung mit „ja“ beantworten. In manchen Fällen genügt bereits eine Sitzung, bei anderen Zwangshandlungen sind drei oder mehr Sitzungen notwendig.

Wichtig: Die Sitzungen bei mir ersetzen in keiner Weise den Besuch beim Arzt, Psychiater oder Psychologen. Körperliche und psychische Krankheiten sind vor einer Sitzung unbedingt von einer entsprechenden Fachperson (Arzt) abklären zu lassen. Ich erstelle keine Diagnosen.