Schmerzkontrolle/Schmerzmanagement durch Hypnose

In Trance nehmen wir Schmerzen nicht wahr – dies haben eine Reihe von Versuchen bereits eindrucksvoll gezeigt. Es besteht die Möglichkeit, Menschen zu suggerieren, dass ihr Arm taub ist und sie dort keine Schmerzen spüren.

Die Schmerzinformation gelangt zwar ins Gehirn, doch dieses Schmerzsignal wird mittels Hypnose verändert, so dass wir weniger oder bestenfalls überhaupt keinen Schmerz wahrnehmen. Dies funktioniert beim Zahnarzt ebenso wie bei chronischen Beschwerden, beispielsweise bei Rückenleiden, Rheuma und Migräne, sogar im Fall anstehender Operationen.

Mit einfachen Selbsthypnose-Techniken können Sie lernen, einen Schmerz zu kontrollieren. Dadurch lässt sich die Einnahme von Arzneien reduzieren – viele Menschen kommen sogar ganz und dauerhaft von Medikamenten los.

Wissenswertes über Schmerzen
– Schmerzen können viele Ursachen haben.
– Schmerzen können das Leben von Menschen dramatisch beeinflussen und deren Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen!
– Durch Schmerzen können hohe Behandlungskosten verursacht werden.
– Schmerzpatienten können zu einer Belastung in Ihrer Familie werden und viel Leid auslösen.
– Im schlimmsten Fall können Betroffene durch Schmerzen sogar die Kontrolle verlieren.

Schmerz entsteht im Kopf (Gehirn)
Auf Spiegel Online habe ich einen interessanten Artikel vom 3.7.2012 zum Thema chronische Schmerzen entdeckt. Der Link dazu: http://goo.gl/WQg9R

In dem nachfolgenden Video werden Informationen zum Thema Schmerzbehandlung mittels Hypnose gezeigt (Forschungsstand 2008).

Schmerzen sind ein Warnsignal des Körpers

Schmerzen sind immer ein Hinweis des Körpers, dass etwas nicht in Ordnung ist. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie vor einer Hypnosebehandlung die Ursache Ihres Schmerzes mit einem Arzt abklären. Konkret bedeutet dies, dass mir Ihr Arzt die Erlaubnis geben muss, damit wir an Ihrer Schmerzwahrnehmung arbeiten dürfen. In der Regel werden dafür mehrere Sitzungen benötigt. Der erste Termin wird zwischen zwei und maximal drei Stunden dauern, während Sie für die weiteren Sitzungen jeweils etwa eine Stunde einplanen sollten.

Eine generelle Aussage über die Anzahl und Länge der Sitzungen ist schwer möglich. Dies kann sich von Klient zu Klient unterscheiden, da nicht jeder auf die gleiche Weise auf die Hypnose anspricht. Im Vorfeld der Therapie werden wir die Vorgehensweise telefonisch miteinander abstimmen und gegebenenfalls im weiteren Verlauf anpassen.


Schmerzmanagement-Sitzungen bei chronischen Schmerzen

Die Ursache chronischer Schmerzen findet sich häufig im psychischen Bereich. Deshalb suchen wir in der Hypnose gemeinsam nach diesem Auslöser und lösen diesen Grund auf. In Kombination mit einer täglichen Selbsthypnose wird der Schmerz entweder ganz verschwinden oder deutlich geringer sein. Dennoch kann und darf ich Ihnen den Erfolg nicht versprechen, jeder Klient reagiert anders. Aber es lässt sich festhalten, dass sehr viele Menschen eine realistische Chance auf eine Besserung haben.

In der Regel gelingt dies bereits nach drei bis fünf Sitzungen. Nach dem ersten Termin ist es ausserdem hilfreich, wenn Sie täglich zwei bis drei Mal Selbsthypnose anwenden. Eine zweite Hypnosesitzung sollte innerhalb der folgenden fünf bis sieben Tage stattfinden. Die dritte Sitzung wiederum innerhalb der nächsten sieben bis zehn Tage. In der Regel planen wir den vierten Termin etwa einen Monat später.


Das Ziel einer Hypnosesitzung

In der Hypnosetherapie geht es darum, die abhanden gekommene Lebensqualität wiederzuerlangen, beziehungsweise sie zu steigern. Wir wollen erreichen, dass Sie selbst in der Lage sind, Ihr Schmerzempfinden zu kontrollieren. Bestenfalls können Sie dadurch sogar den Schmerz komplett loslassen.

Wichtig: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, dass Sie zusätzlich Schmerzmanagement-Sitzungen mit Hypnose machen möchten, und lassen Sie sich bestätigen, dass Ihr Schmerz chronisch ist.
Selbstverständlich kann auch ein akuter und bislang nicht chronischer Schmerz behandelt werden. Doch auch dies muss mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.


Wie arbeite ich?

Ich nutze verschiedene Hypnose-Techniken:

  • -Entspannung
  • -Dissoziation
  • -Anästhesie/Analgesie
  • -Arbeiten am Zellgedächtnis
  • -Selbsthypnose
  • -Suggestionen
  • -Metapher
  • -Plastizität des Gehirns

Definition von chronischen Schmerzen (teilweise Aus Wikipedia)

MP900386362Chronischer Schmerz ist ein zeitlich länger andauernder Schmerz, wobei der genaue Zeitrahmen unterschiedlich definiert wurde, typischerweise drei bis zwölf Monate. Länger dauernde Schmerzen können sich in eine chronische Schmerzkrankheit (eigener Krankheitswert) entwickeln. Die Schmerzen haben dann ihre Leit- und Warnfunktion verloren. Diese Schmerzkrankheit ist neben den organischen auch durch die daraus folgenden psychosozialen Veränderungen definiert, die in die integrative Schmerzbehandlung einfliessen müssen.

Chronische Schmerzen haben – im Gegensatz zu akuten – fast nie nur eine einzige auslösende oder unterhaltende Ursache, sie sind multikausal. Das schmerztherapeutische Behandlungskonzept orientiert sich folgerichtig am bio-psychosozialen Modell, womit allein schon deutlich wird, dass die einseitige Behandlung mit Analgetika alleine dem chronischen Schmerzpatienten nicht gerecht wird.

Als Beispiele seien bestimmte Kopf- und Rückenschmerzen (auch nach mehreren Operationen), Stumpf- und Phantomschmerzen, postzosterische Neuralgien, Trigeminusneuralgie, Krebsschmerzen, sympathisch unterhaltene, postoperative und posttraumatische Schmerzen genannt. Aus psychosomatischer wie neurobiologischer Sicht können chronische, nicht maligne Schmerzen auch Ausdruck psychischer Störungen oder bestimmter Lebens- bzw. Kindheitserfahrungen sein.

Gerade bei solchen Schmerzen und bei den Akutschmerzen, die nicht nach der zu erwartenden Zeit zu beseitigen sind, müssen Behandlungsmassnahmen ergriffen werden, die präventiv wirken, also der Entwicklung der Schmerzkrankheit entgegenwirken können.


Seelischer/psychischer/sozialer Schmerz

Verschiedene Studien zeigen, dass starke Emotionen (z. B. bei Trauer, Beziehungskrisen oder Trennung vom Partner) ähnliche Hirnareale aktivieren wie körperliche Schmerzen.

Sozialer Schmerz, z. B. infolge von Verlusterfahrungen oder Zurückweisungen, zeigt hinsichtlich seiner affektiven Prozessierung mehr neurale Überlappungen mit physischem Schmerz denn Unterschiede. Ähnliche Befunde lassen sich aufgrund neuerer Bildgebungsuntersuchungen erheben, wenn wir – ohne selbst Schmerz zu empfinden – den Schmerz anderer wahrnehmen, z. B. (menschliche) Schmerzlaute hören oder visuell präsentiert bekommen (sogenannte Schmerzempathie).

Der Link zu den Informationen über die Schmerzkontrolle in Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schmerztherapie#Verhaltenstherapeutische_Hypnose